Viele Gespräche, gute Stimmung, große Nachfrage – Rückblick EuroCIS 2022

Die EuroCIS 2022 in Düsseldorf ist vorbei, der Messestand eingelagert, die Gesprächsprotokolle werden nachgefasst und alle Kollegen und Kolleginnen sind wieder im Tagesgeschäft angekommen. Was ist unser Fazit? Haben sich Investition und Aufwand gelohnt?

Um es mit den Worten des Messeveranstalters zu sagen: "EuroCIS 2022 übertrifft Erwartungen. Investitionsbereitschaft in Technologie im Handel hoch wie nie. Positive Stimmung in den Messehallen – persönliche Begegnungen stehen wieder im Mittelpunkt."

So beschreibt der Veranstalter die diesjährige Fachmesse und so könnte durchaus auch unser Statement zur EuroCIS 2022 lauten. Zwar wurde unsere Planung immer wieder coronabedingt durcheinandergewirbelt, aber wir waren gut vorbereitet und gleichzeitig voller Vorfreude, endlich wieder live und face-to-face mit unseren Kunden zu sprechen. Ob und wie erfolgreich die Messe generell und für uns im speziellen verläuft, wussten wir nicht. Aber die offiziellen Zahlen sprechen für sich: An den drei Messetagen der EuroCIS wurden 9.010 Fachbesucher aus 88 Ländern gezählt. 345 Aussteller aus 33 Nationen nahmen auf 10.721 m² netto Ausstellungsfläche teil.

Bild1 - Rückblick EuroCIS 2022
Große Nachfrage nach Retail Technologie

Mit unserem neuen, offenen Messestand in frischem Orange und Blau, ein paar stärkenden Smoothies und einem motivierten Team waren wir drei Tage in Düsseldorf. In Halle 09 konnten wir dieses Jahr drei Kassenlösungen präsentieren:

POSsible zeigt sich mit neuer Version als flexible und modulare Lösung für den spezialisierten Einzelhandel. Die aktuelle, umfangreich weiterentwickelte Version hatte ihre Premiere auf der Messe und überzeugte mit neuester Technologie.

Mit Cegid Retail Y2 präsentierten wir eine Kassenlösung, die als Filialsystem in jede Umgebung integriert werden kann. Im Zentrum stand das neue Front End „Live Store“. Das Feature „Live Store“ greift in Echtzeit auf das Cegid Cloud System zurück, liefert aktuelle Informationen und erleichtert den Umgang mit diversen Omnicommerce-Funktionalitäten.

Wie Microsoft 365 Commerce für ein nahtloses Kundenerlebnis sorgt, begeisterte viele Besucher – ganz egal, wann, wie und wo der Kunde kauft, unabhängig von seinem Endgerät. Der überarbeitete Unified Commerce-Ansatz stellt die reibungslose Customer Journey über alle Online -und Offlinekanäle sicher. Artificial Intelligence unterstützt die Mitarbeiter in den Filialen und automatisiert einfache Prozesse.

Christoph Hoffmann

Christoph Hoffmann

Klaudia Woinska

Klaudia Woinska

Konstantin Gergianakis

Konstantin Gergianakis

Interview zur Lage im Retail

Welche großen Themen den Handel beschäftigen, wie die Stimmung auf der Messe war und warum es doch alles etwas langsamer geht in Deutschland, erläutert Konstantin Gergianakis, CEO der MS POS GmbH.

Mit welchen Erwartungen sind Sie und Ihr Team auf die Messe gefahren und wurden sie erfüllt?

KG: In der Tat, wir hatten doch schon ein paar Erwartungen, freuten uns auf ein Wiedersehen und die (hoffentlich vielen) Fachgespräche mit Kunden und Interessenten. Diese Erwartungen wurden tatsächlich übertroffen, das konnte man bereits am Ende des zweiten Tages sagen.

Wir haben den Eindruck, dass es viel Bewegung im Retailbereich gibt. Es laufen viele Projekte, für die die Kunden nach einer Lösung suchen. Insgesamt waren die Besucher sehr aufgeschlossen, die Menschen offener und es gab viele fachspezifische Fragen. Wir haben uns sehr über die gute Stimmung gefreut, die auf der EuroCIS herrschte.

Welche Themen standen im Fokus?

KG: Es ist erstaunlich, wie viele große und sehr große Unternehmen nach neuen Lösungen suchen. Wir konnten viele Termine mit Konzernen vereinbaren, die mehr als 200 Filialen haben und auch international gut aufgestellt sind. Ihre Fragen zielten immer wieder auf ein Thema: Wie kann ich den gesamten Prozess so gestalten, dass ich weniger Personal brauche bzw. mein Personal merklich entlastet wird.

Die Suche nach Personal scheint eine große Herausforderung zu sein?

KG: Eindeutig. Personal ist schwierig zu finden bzw., das darf man nicht unterschätzen, es zu halten. Technologie ist ein wichtiger Benefit, den das Unternehmen als Arbeitgeber bereitstellen kann, auch um sich damit attraktiver zu machen. Man muss den Mitarbeitenden Tools in die Hand geben, um die Arbeit effizienter zu gestalten. Denn letztendlich hilft Technologie, das Kundenerlebnis schöner und persönlicher zu gestalten. Nur wenn die Mitarbeitenden dafür Zeit haben, wenn sie sich weniger mit Verwaltung beschäftigen müssen, haben sie mehr Zeit für den Kunden.

Wie hat die Branche die Einschränkungen in der Corona-Pandemie überstanden? Wie ist Ihr Eindruck?

KG: Die EuroCIS ist eine Messe für mittlere und größere Unternehmen. Wir hatten insgesamt nur wenige kleine stationäre Einzelhändler getroffen. Was man stark bemerkt ist der Trend zur Konsolidierung, zum Zusammenschluss von Unternehmen. Leider sind doch einige Unternehmen verschwunden, oder aber gekauft oder zusammengeführt worden. Ein verständlicher Weg, um die Überlebenschancen zu vergrößern.

Gibt es spezielle Features der drei vorgestellten Kassenlösungen, die den Besuchern besonders wichtig waren?

KG: Was in der Tat alle drei vereint ist die Internationalität. Danach wurden wir am meisten gefragt. Das passt zum Trend der Konsolidierung.

Sie haben keine Glaskugel, aber wie glauben Sie, wird sich die Retail Technologie entwickeln?

KG: Nicht so schnell, wie viele erwarten. Es ist doch eine sehr konservative Branche und das, was die Großen mit automatischen Stores und ähnlichem vorleben, wird bestimmt noch 5-10 Jahre dauern, bis es überall angekommen bzw. umgesetzt ist. Immerhin haben immer mehr Unternehmen heute verstanden, dass es jetzt um die Umsetzung geht. Man hat jahrelang über Digitalisierung, Payment und smarte Technologien geredet, aber die wenigsten haben es tatsächlich konsequent umgesetzt.

Signifikant merkt man die „Geschwindigkeit“ bei der Akzeptanz der Kartenzahlung. Es musste erst eine Pandemie kommen, damit der Verbraucher verstärkt mit ec-Karte zahlt. In Deutschland lieben wir immer noch das Bargeld, in anderen Ländern ist die Kartenzahlung mit über 90% das Zahlungsmittel Nr.1. Das zeigt, Deutschland ist eher konservativ, besonders beim Vertrauen in Technologie.

Gibt es noch ein allgemeines Feedback zur Messe?

KG: Im Namen der Geschäftsführung möchte ich mich an dieser Stelle besonders bei dem gesamten MS POS Team bedanken. In diesem Jahr hatten wir auch Unterstützung von drei Mitarbeitern von unserem Standort in Lodz, Polen. Es war eine tolle Teamarbeit! Ohne den Einsatz und das große Engagement, vor und während der Messezeit wäre das alles nicht möglich gewesen. Darauf können wir stolz sein.

Impressionen von der Messe
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