Ausbildung fertig – Ziel Bachelor

Fazit und Ausblick nach zwei Jahren Berufsausbildung

Vor einigen Monaten durfte ich in einem Newsbeitrag von meinem ersten Ausbildungsjahr berichten, seither hat sich eine ganze Menge getan. In meinem zweiten Ausbildungsjahr konnte ich nicht nur weitere Unternehmensbereiche wie IT, Support, Consulting und Sales durchlaufen und wieder viel dazulernen, sondern es war mir auch ermöglicht, meine Ausbildungszeit um ein Jahr zu verkürzen. Was allerdings nur machbar ist, wenn man Vorkenntnisse nachweisen kann. Mit meiner Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten hatte ich also Glück und konnte volle 12 Monate verkürzen!

Aus Drei mach Zwei

Mit einem klaren Ziel vor Augen, den Stoff aus Ausbildungsjahr zwei und drei in nur einem Jahr zu meistern, die Abschlussprüfung ein Jahr vorzuverlegen und einen straffen Zeitplan einzuhalten, machte ich mich also an die Arbeit.

Im ersten Ausbildungsjahr war der Besuch der Berufsschule noch ein großes Chaos. Schlechte Organisation und Kommunikation seitens der Schule aufgrund der neuen Herausforderungen durch die Corona Pandemie sorgten dafür, dass wir erst zwei Wochen nach Schulbeginn unsere finale Klassenkonstellation kannten und die Schultage definiert waren. Einen großen Teil des Schuljahres absolvierten wir, wie überall auch, in Distanzunterricht. Im nächsten Schuljahr war der Ablauf glücklicherweise etwas entspannter. Weil wir Schüler inzwischen sehr viel disziplinierter waren, konnten wir den Unterricht komplett in Präsenz „genießen“. Da auch noch zwei andere Klassenkameraden die Ausbildung verkürzten, gaben unsere Lehrer ihr Bestes, uns auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten.

Trotzdem war es stressig, keine Frage. Ende März stand schon die Zwischenprüfung an, die in meinem Jahrgang erstmals zu 20 Prozent in die Abschlussnote mit einfloss, gefolgt von einer 40-stündigen Projektarbeit zum Thema Datenschutz und Informationssicherheit. Diese Ausarbeitung empfand ich jedoch als eine ziemlich coole Erfahrung. Erstmalig konnte ich ein Projekt komplett selbständig planen, umsetzen und schließlich auch vor einer Fachkommission präsentieren.

Kurze Verschnaufpause und dann waren auch schon die schriftlichen Abschlussprüfungen dran. Und im Juni durfte ich meine Projektarbeit bei der IHK vorstellen, inklusive Fachgespräch. Für beides hatte man gerade mal 30 Minuten Zeit. Das war auch nochmal eine Herausforderung und ich habe viel an meiner Vortragsweise geübt, um diese Anforderungen genau einzuhalten. Letztendlich – I did it! Und zwar mit einem wirklich erfreulichen Ergebnis!

Zugegeben, das Verkürzen der Ausbildungszeit war rückblickend betrachtet schon sehr anstrengend. Das hatte ich mir tatsächlich etwas einfacher vorgestellt. Aber gut, der Entschluss war gefasst und ich bereue es nicht, denn seit einigen Tagen habe ich meinen Abschluss in der Tasche und darf mich offiziell „Kaufmann für IT- und Systemmanagement“ nennen!

Was kommt jetzt?

Ab ins Berufsleben! Zumindest so halb. Denn ich habe mich dazu entschieden, noch eins drauf zu setzen und mit einem Studium der Wirtschaftsinformatik weiter zu lernen. Tatsächlich hatte ich schon einmal ein Studium begonnen, dann aber abgebrochen. Das war vor meiner Ausbildung. Damals war mir das Studium viel zu theoretisch, es fehlte jeglicher Praxisbezug. Heute ist das anders, denn auch ich habe mich weiterentwickelt. Ich bin in meiner Persönlichkeit gereift und habe fachlich sehr viel dazugelernt. Meine Einstellung zum Lernen hat sich komplett verändert und die Möglichkeit, Gelerntes direkt in die Praxis umzusetzen, motiviert mich sehr. Ich bin quasi bereit für eine neue (alte) Herausforderung!

Mich freut besonders, dass mein Arbeitgeber MS POS meine Pläne fördert. Zukünftig werde ich 3 Tage pro Woche im Consulting Bereich arbeiten und hier das Cegid-Team als Junior Consultant unterstützen. Ich durfte bereits in den letzten Monaten immer wieder mit dem Team zusammenarbeiten und kann jetzt voll loslegen. Die übrige Zeit werde ich auf dem Onlinecampus der Internationalen Hochschule verbringen und fleißig für mein Studium der Wirtschaftsinformatik lernen, um in circa vier Jahren mit einem Bachelor abzuschließen.

Gerne - und das ist mir auch besonders wichtig - möchte ich zum Schluss erwähnen, dass ich mit vielen guten Erinnerungen auf meine Ausbildungszeit bei MS POS zurückblicke. Ich bedanke mich bei allen Kollegen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen und besonders bei Konstantin Gergianakis und Niels Wosnitza für die volle Unterstützung. Ich bin gespannt und freue mich darauf, was die Zukunft noch alles für mich bereithalten wird!

TISAX – die Fakten

TISAX-Zertifizierung: Sicher ist man nur gemeinsam!

Daten sind das wertvollste Gut des 21. Jahrhunderts. Es existieren Geschäftsmodelle, die nur deshalb aufgebaut sind, um mit Daten zu handeln. „Knowledge is the solution!“, wie wir bei MS POS gerne zu sagen pflegen. Daten sind also nicht nur ein wertvolles, sondern auch ein begehrenswertes Gut. Als IT-Verantwortlicher in einem Unternehmen steht man daher vor einer großen Herausforderung. Wie kann man sicherstellen, dass mit Daten richtig umgegangen wird und diese geschützt sind? Und selbst wenn man in puncto Cyber-Security gut aufgestellt ist – was ist mit Kunden und Lieferanten, mit denen man als Unternehmen Daten teilt? Hierzu werfen wir einen Blick auf die Automobilindustrie, deren Verband sich 2017 auf einen einheitlichen Standard geeinigt hat, den so genannten Trusted Information Security Assessment Exchange, kurz: TISAX.

Was ist TISAX?

Daten- und Informationssicherheit sind der zentrale Knackpunkt jeden IT-Administrators. Leider kann man aber nur verwalten und kontrollieren, was in den eigenen Wänden passiert. Sobald Daten an Dritte übermittelt werden und diese dort nicht genauso gut geschützt sind, verliert man die Kontrolle. Deshalb hat der VDA (Verband der Automobilindustrie) einen Standard namens TISAX erarbeitet. TISAX ist eine abgeleitete Form des ISO2700X Standards. Jedes Unternehmen kann sich einer Prüfung nach VDA ISA (ISA = Information Security Assessment) unterziehen und erhält bei Bestehen die TISAX Zertifizierung. Diese Zertifizierung kann anschließend einem Geschäftspartner vorgezeigt werden, damit dieser sicherstellen kann, dass alle Daten entsprechend geschützt sind. Das Zertifikat ist im Onlineportal der ENX Association hinterlegt und kann zur Einsicht freigegeben werden. Im ENX Portal wird dabei nicht zwischen Lieferanten und Kunden unterschieden. Jeder gilt als TISAX-Teilnehmer und es bleibt jedem selbst überlassen, in welchem Umfang und mit wem man seine Prüfungsergebnisse teilt.

Die Prüfziele

Der wichtigste Schritt bei der Definition des Scopes ist die Auswahl der Prüfziele. Die Prüfziele bestimmen die Anforderungen, die Ihr Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) erfüllen muss und richten sich nach der Art der zu verarbeitenden Daten.

Die aktuellen Prüfziele sind:

  1. Informationen mit hohem Schutzbedarf
  2. Informationen mit sehr hohem Schutzbedarf
  3. Schutz von Prototypen-Bauteilen und -Komponenten
  4. Schutz von Prototypenfahrzeugen
  5. Umgang mit Erprobungsfahrten
  6. Schutz von Prototypen während Veranstaltungen und Film- und Fotoshootings
  7. Datenschutz
  8. Datenschutz bei besonderen Kategorien personenbezogener Daten

Prüfziele sind voneinander abhängig. So können z.B. nicht „Informationen mit sehr hohem Schutzbedarf“ geprüft werden ohne auch „Informationen mit hohem Schutzbedarf“ zu prüfen.

Assessment-Level

Oft kommt es vor, dass ein Partner für die Zertifizierung ein bestimmtes Assessment-Level (AL) fordert. Daher sind die Prüfziele jeweils einem sogenannten „Assessment-Level“ zugeordnet. Es existieren Level 1 – 3.

3 ist das höchste und damit sicherste Level, das auch wir als MS POS GmbH anstreben. Für ein AL3 finden die Interviews in jedem Fall persönlich statt und es wird eine Vor-Ort-Prüfung durchgeführt.

Die Prüfung

Nach der Anmeldung und vor der Prüfung müssen noch zwei wichtige Dinge geklärt werden: Der Prüfdienstleister und die Selbsteinschätzung.

Der Aufwand der Prüfung selbst ist abhängig vom Umfang, Anzahl der Standorte, dem angestrebten AL und natürlich der Gründlichkeit der Vorbereitung. Für einen Standort mit 5-25 Mitarbeitern sollte ein Werktag ausreichend sein. Werden Mängel festgestellt, müssen diese behoben werden und es findet eine Nachprüfung statt. Der gesamte Prüfprozess darf eine Dauer von 9 Monaten nicht überschreiten.

Nach erfolgreicher Prüfung wird ein TISAX-Label ausgestellt. Dieses Label ist drei Jahre gültig und kann mit anderen TISAX-Teilnehmern über die ENX Plattform geteilt werden.

Im Moment setzen wir uns selbst intensiv mit dem Thema TISAX auseinander.

Für mehr Informationen zur TISAX – Zertifizierung können Sie einen Blick ins Handbuch der ENX Association werfen, dort ist der komplette Prozess sehr anschaulich erklärt!

Homeoffice oder Büro?

Homeoffice = Arbeitsplatz der Zukunft?

Seit Beginn der Pandemie und gerade in den letzten Wochen, als die Inzidenzen so hoch waren wie nie zuvor, arbeiten immer mehr Menschen im Homeoffice. Wie sieht der Alltag im Vergleich zum Büro aus, was ist einfacher, was schwieriger? Wer kann und darf im Homeoffice arbeiten oder wer muss? Und was ändert sich, wenn Corona vorbei ist? Aus einer empirischen Bestandsaufnahme zum aktuellen Status der Homeoffice-Umsetzung in Deutschland zwischen ifo und infas geht hervor, dass Homeoffice eines der effektivsten Instrumente gegen die Verbreitung des Virus ist. Beschäftigte mit Präsenzarbeit klagen 4- bis 8-mal häufiger über eine COVID-19 Erkrankung. Auch andere Zahlen sprechen fürs Homeoffice. Eine um 1 Prozentpunkt höhere regionale Homeoffice-Quote kann mit einer 4% bis 8% niedrigeren regionalen Infektionsrate in Verbindung gebracht werden!

Wie funktioniert Homeoffice bei MS POS?

Glücklicherweise waren wir schon vor der Pandemie technisch recht gut ausgerüstet und dank unseres IT-Leiters Niels Wosnitza bestens aufgestellt. Home-Office war für uns also kein Fremdwort. Dennoch hat die Corona-Situation uns nochmal einen Push gegeben und weitere Homeoffice-Arbeitsplätze notwendig gemacht wie z.B. in der Verwaltung oder im Support. So sind wir als IT-Dienstleister in der glücklichen Position, unseren Mitarbeitern bei der Wahl des Arbeitsplatzes nun die Entscheidungsfreiheit zu überlassen. Damit dies unter den allgemein bekannten Abstands- und Hygieneregeln jedoch möglich ist, achten wir darauf, dass die zulässige Anzahl der Mitarbeiter pro Büroraum genau eingehalten wird. Um dies zu gewährleisten, trägt jeder Mitarbeiter seine Anwesenheitstage pro Monat vorab in eine Liste ein. Ziel ist es, so jedem die Chance zu ermöglichen, 2 Tage pro Woche im Büro zu arbeiten und 3 Tage von zu Hause. Damit möchten wir das Infektionsrisiko so gut es geht minimieren, trotzdem zwischenmenschlichen Kontakte stärken und wenn möglich, ein Gefühl von „Normalität“ vermitteln. Dennoch lässt sich nicht vermeiden, dass wir immer mal wieder über Vor- und Nachteile diskutieren und uns insgesamt eine lockerere Arbeitswelt herbei wünschen.

Vorteile durch Homeoffice

Zeitersparnis. Wer im Homeoffice arbeitet, spart sich mindestens die Fahrt zum Büro und nach Hause. Keine Staus, keine vollen Busse oder Bahnen, und auch die Umwelt dankt!

Flexibilität. Der Vorteil der Flexibilität ist von Branche und Position abhängig Beruf abhängig, aber man ist nicht mehr so streng an Bürozeiten gebunden. Private Termine wie z.B. Arztbesuche, Handwerker oder schulische Termine der Kinder sind einfacher umzusetzen, da die versäumte Zeit später nachgeholt werden kann.

Weniger Stress. Nervigen Anfahrtswege über volle Autobahnen, überfüllte Busse und verspätete Zugverbindungen entfallen. Auch der Lärm im Büro und die ständig klingelnden Telefone der Kollegen sind nicht mehr zu hören – fast idyllisch.

Günstiger. 20 Arbeitstage im Monat bedeuten 40 Fahrten weniger von zu Hause ins Büro und zurück, da kommt schon einiges zusammen.

Work-Life-Balance. Gerade Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit Kindern haben so die Sicherheit schnell vor Ort zu sein, sollten sie gebraucht werden oder die Betreuung schwierig wird.

Nachteile durch Homeoffice

Fehlender sozialer Kontakt. Ob nun in der gemeinsamen Kaffeepause oder am Kantinentisch, der kleine Plausch mit den Kollegen fällt leider weg. Gelegentliche Telefonkonferenzen können das persönliche leider nicht ersetzen.

Ablenkungen. Im Homeoffice arbeiten bedeutet, diszipliniert zu sein. Ablenkungen gibt es viele, seien es die Kinder, die Haustiere, der Paketdienst oder der Handwerker. Hier muss man sich selbst klare Regeln setzen, sonst leidet die Produktivität.

Motivationsmangel. Kollegen sind nicht nur zum Kaffeeklatsch da, sondern können auch helfen, die Motivation oben zu halten. Der fehlende Teamgeist in der heimischen „Isolation“ kann die Motivation ordentlich beinträchtigen.

Vorurteile gegen Homeoffice. „Im Homeoffice wird nicht richtig gearbeitet.“ „Die Leute faulenzen nur.“ Sicherlich gibt es Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, denen eigenverantwortliches Arbeiten schwerer fällt. Deshalb ist es wichtig, klare Aufgaben und Ziele abzusprechen und in regelmäßigem Kontakt zu bleiben.

Work-Life-Balance. Hier ist Disziplin gefordert, um zwischen Beruf- und Privatleben eine klare Grenze zu ziehen. Auch wenn Computer oder Laptop immer in greifbarer (und sichtbarer) Nähe sind - Feierabend ist Feierabend.

Was der Gesetzgeber geregelt hat - die Homeoffice-Pflicht

„Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.“ – BMAS

Sofern umzusetzen, gilt die Pflicht also für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer kann die Arbeit im Homeoffice ablehnen, wenn z.B. die technischen oder räumlichen Gegebenheiten mangelhaft sind. Zu beachten ist, dass auch im Homeoffice die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes sowie Arbeitszeitgesetzes gelten und die Vorgaben der EU-Datenschutzverordnung einzuhalten sind. Der Arbeitgeber ist für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit verantwortlich.Das heißt aber nicht, dass alle erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Hier ist eine individuelle Absprache zu treffen.

Zahlen, Daten, Fakten
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Erst seit der Pandemie wird das Homeoffice von Unternehmen mehr und mehr angeboten und hat seinen Wert bewiesen. In einer Statistik aus Anfang 2020 ist ein deutlicher Anstieg um 23% zu Beginn des ersten Lockdowns zu sehen. Zwar schwanken die Zahlen je nach aktuellem Status des Infektionsgeschehens, doch ist ein Wandel in der Arbeitswelt definitiv zu erkennen. Es wird geschätzt, dass derzeit ca. 56% aller Beschäftigten in Deutschland Vollzeit oder teilweise im Homeoffice arbeiten könnten. Es ist also noch viel Luft nach oben.

Mobiles Arbeiten findet in Deutschland viel Zustimmung. Laut einer Studie aus 2020 waren ca. 81% der Befragten zum Thema „Einstellung zum Recht auf Homeoffice in Deutschland 2020“ „sehr dafür“ oder „eher dafür“. So könnte man annehmen, dass auch nach der Pandemie der Telearbeitsplatz im Trend bleibt. Wir sind gespannt auf die Zahlen für 2021!

Und die Zukunft?

Homeoffice ist ein lukratives Arbeitsmodell für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugleich. Arbeitgeber können deutlich Kosten für die Unterhaltung von Büroräumen einsparen, während Arbeitnehmer viel Zeit und Kosten fürs Pendeln einsparen. Es ist sicherlich nicht für jeden geeignet, aber zu erwarten ist, dass Stellenausschreibungen mit flexiblen Arbeitsplatzmodellen zunehmen werden. Mit der Pandemie als Auslöser könnte der moderne Arbeitsplatz einen dauerhaften Wandel durchlaufen. Auch der Gesetzgeber muss den neuen Gegebenheiten nachkommen. Das Konzept steht und muss nur noch verfeinert werden. Wir sind gespannte Beobachter!

Digitalisierung?!

Alle Welt spricht von Digitalisierung

Es gibt kaum einen Artikel in der Fachwelt, der aktuell nicht über Digitalisierung berichtet. Vom smarten Toaster bis zum Roboter mit künstlicher Intelligenz – gefühlt muss heute irgendwie alles vernetzt sein. Ist das wirklich die Bedeutung von „digital sein“, wenn morgens der Wecker nach Alarm die Zeitung vorliest und auf dem Weg zur Küche der hauseigene Küchenroboter die Scheibe Brot perfekt auf den gewünschten Bräunungsgrad zubereitet, während simultan der Autositz abhängig vom Wetter bereits vorgeheizt wird?

Also, was ist Digitalisierung?

Digitalisierung bedeutet, ganz einfach ausgedrückt, nichts weiter als analoge Werte in digitale Form umzuwandeln. Zum Beispiel, dass Patientenakten im Krankenhaus nicht mehr in Papierform geführt werden, sondern an einem Computer. Spart eine Menge Papier und Daten können bei Bedarf wesentlich schneller gefunden werden.
Inzwischen haben sich rund um Digitalisierung viele weitere Begriffe etabliert, von denen wir die wichtigsten übersichtlich zusammengefasst haben.

Begriffe rund um Digitalisierung und ihre Bedeutung:

Digitale Transformation
Die stetige Weiterentwicklung digitaler Prozesse, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig prägen.
Digitaler Wandel
Integration Digitaler Technologien von Unternehmen in ihre Arbeitsabläufe und die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Gesellschaft.
Digitale Disruption
Entwicklungen, die bei bestehenden Dienstleistungen, Produkten oder Geschäftsmodellen in bestimmten Märkten durch eine digitale Innovation abgelöst oder verdrängt werden.
5G
5. Generation des Mobilfunks. Weiterentwicklung des 4g-Standards (LTE = Long Term Evolution). Ist sehr viel leistungsfähiger. Nutzerdatenraten von 1 – 10 GBit/s können erreicht werden, in späteren Ausbaustufen bis zu 100 GBit/s. Bietet enormen volkswirtschaftlichen Nutzen durch Dinge wie Smart Cities, e-Government, vernetztes Fahren uvm.
Big Data
Riesige Datenmengen, die durch Größe, Komplexität, Schnelllebigkeit und schlechte Strukturierung gekennzeichnet sind. Wird auch Massendaten genannt.
Cloud Computing
Cloud Computing ist die Bereitstellung von Computingressourcen über das Internet, wie z.B. Server.
Social Media
Webseiten oder Apps, über die Nutzer Inhalte kreieren, teilen und sich vernetzen können.

Wie digital ist Deutschland?

Digitalisierung ist schon lange ein heißes Thema, besonders in der Politik. Im Jahr 2020 findet sich Deutschland nur auf Platz 12 der DESI wieder. DESI ist der „Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft“, der seit 2014 jährlich von der EU-Kommission für Europa veröffentlicht wird. Der Index setzt sich aus 5 Hauptfaktoren zusammen, welche insgesamt 37 Indikatoren umfassen und entsprechend gewichtet werden:

  1. Konnektivität – Nutzung von und Versorgung mit Festnetz-Breitbandanschlüssen, Mobilfunk-Breitbandanbindung und Preise
  2. Humankapital – Kompetenzen der Internetnutzer und fortgeschrittene Fertigkeiten
  3. Internetnutzung – Nutzung von Internet-Diensten und Online-Transaktionen durch die Bürger
  4. Integration der Digitaltechnik – Digitalisierung von Unternehmen und elektronischer Handel
  5. Digitale öffentliche Dienste – Elektronische Behördendienste („e-Government“)
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Deutschland liegt mit Platz 12 leider nur sehr knapp über dem Durchschnitt in Europa, noch schlechter schneiden wir im weltweiten Vergleich ab. Die Plätze 1 bis 4 in Europa belegen Finnland, Schweden, Dänemark und die Niederlande, für Europa im Durchschnitt ist allerdings noch viel Luft nach oben.

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Welche Strategie verfolgt Deutschland?

Was 2013 laut Angela Merkel noch Neuland war, soll heute schon unseren Alltag voranbringen. Deutschland stuft den digitalen Wandel als große Chance ein, mehr Wohlstand und bessere Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und ihn gleichzeitig sozialverträglich und im Einklang mit den Grundwerten zu gestalten. Die Digitalstrategie der Bundesregierung unterteilt sich in 5 Handlungsfelder:

  • Digitale Kompetenz – Investieren in das Wissen der Menschen, vom Kindergarten bis zum Seniorenalter
  • Infrastruktur und Ausstattung – Gigabitfähige Netze für Stadt und Land bis Ende 2025
  • Innovation und digitale Transformation – Breite und branchenübergreifende Förderung der Industrie 4.0
  • Gesellschaft im digitalen Wandel – Höhere Lebensqualität, mit Sicherheit.
  • Moderner Staat – Alle Verwaltungsleistungen werden digital

Da in der Vergangenheit bereits viele, am Ende leere Versprechungen gemacht wurden (siehe Breitbandausbau) sind diese Strategie und die damit einhergehenden Ziele mit Vorsicht zu betrachten.

Wie sieht Digitalisierung konkret in Unternehmen aus?

Jeder Prozess im Unternehmen kann in eine von 4 Stufen eingeteilt werden:

  • Vollständig manuell
  • Einsatz von Software, Ablauf aber manuell
  • Abläufe Software gestützt, dennoch manuelle Tätigkeiten
  • Vollständig Software

Grundsätzliche kann man an der Anzahl der digitalisierten Prozesse im Unternehmen auch den Digitalisierungsgrad bestimmen. Der Digitalisierungsgrad ist ein mehrstufiges System , von komplett analog bis hin zu komplett digital. Hier die Stufen im „Schnelldurchlauf“:

Stufe 0
Manuelle Prozesse, ohne IT. Ein Unternehmen auf Stufe 0 braucht keine IT.

Stufe 1
Computergestütztes Arbeiten wie z.B. in Buchhaltungsabteilungen. Die elektronische Datenverarbeitung bietet hier große Vorteile, die Software ist in der Regel einfach aufgebaut.

Stufe 2
Informationssysteme, um Daten auszuwerten. Die Datenverarbeitung wird komplexer und in die Software wird mehr Logik eingebaut. Wie z.B. Management Informationssysteme, mit denen betriebswirtschaftliche Daten verdichtet und ausgewertet werden.

Stufe 3
Die Internet-Technologie. Alle Mitarbeiter haben Zugang zu einem digitalen Endgerät (PC, Laptop etc.). Kommunikation erfolgt digital, unter der Verwendung entsprechender Software.

Stufe 4
Automatisierungsschritte in einzelnen Abteilungen. Erste abteilungsinterne Abläufe werden vollständig per Software gesteuert z.B. ein Ticketsystem. „Informationsinseln“ werden abgeschafft, Systeme intern miteinander vernetzt sind und Daten automatisch ausgetauscht.

Stufe 5
Das digitale Unternehmen. Alle Prozesse laufen komplett datengetrieben. Zielvorgaben können gesetzt werden, mithilfe der digitalen Infrastruktur wird darauf eine Planung „errechnet“. Software greift auf gelernte Muster zurück. Die Produktion ist komplett automatisiert, ggf. wird die Kommunikation zum Kunden über „Chatbots“ abgewickelt. Die Beschaffung erfolgt voll automatisiert, Softwareprozesse und Maschinen werden automatisch überwacht. Effizienz und Produktivität werden fast ausschließlich durch Optimierung der Software bestimmt.

KI – Künstliche Intelligenz

Zum Abschluss noch ein Punkt, der häufig mit dem Thema Digitalisierung in Verbindung gebracht wird. KI – Künstliche Intelligenz oder zu Englisch AI - Artificial Intelligence. So etwas wie künstliche Intelligenz gibt es nicht. Bei KI handelt es sich nur um ein „Buzzword“. Denn egal wie „intelligent“ eine Maschine wirkt, am Ende des Tages steckt „nur“ ein fein ausgeklügelter Algorithmus dahinter. Eine Maschine denkt nicht, sie befolgt vorher definierte Anweisungen. Diese zwar mit unvorstellbar hoher Geschwindigkeit und absoluter Genauigkeit – aber nicht mit eigenem Denkvermögen. Heißt das, dass es niemals so etwas wie künstliche Intelligenz geben wird? Man weiß es nicht. Durch immer höhere Rechenleistungen werden unsere Möglichkeiten auch immer größer. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist der Supercomputer „JUQUEEN“ im Supercomputing Centre Jülich (JSC). Mithilfe des Supercomputers wird versucht, ein menschliches Gehirn zu simulieren. Dafür ist unvorstellbar viel Rechenleistung und Speicherplatz notwendig. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können so das menschliche Gehirn auf ganz neue Weise erforschen.

Was wäre, wenn wir eines Tages ein komplettes Gehirn vollkommen simulieren können? Ab wann wird aus Schaltkreisen und Arbeitsspeicher Intelligenz? Spannende Fragen – und vielleicht bekommen wir in naher Zukunft schon konkretere Antworten.

Für weitere Informationen zum Thema Digitalisierung empfehlen wir auch diese Links
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digitalisierung.html
https://www.teamnext.de/academy/artikel/das-digitale-zeitalter/
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-digitalisierung-a-626489/

1. Ausbildungsjahr – alle Insights

Mein erstes Ausbildungsjahr bei MS POS

Erster Azubi seit 15 Jahren – wie und warum bin ich denn hier gelandet? Und was ist eigentlich ein „Kaufmann für IT- und Systemmanagement“? Jetzt bin ich 24 Jahre alt und soll wieder die Schulbank drücken? Da gab es schon einige Fragen und Überlegungen, die ich mir zu Beginn meiner Ausbildung bei MS POS gestellt habe. Und nun ist schon ein Jahr vorbei. Für viele waren die letzten 12 Monate ein „verlorenes Jahr“, nicht für mich!

Erwartungshaltung

Zu Beginn meiner Überlegungen bin ich an die ganze Sache mit einem simplen Wunsch herangegangen: „Ich möchte Praxiserfahrung sammeln.“ IT und Wirtschaft waren schon immer eine Leidenschaft von mir, aber während meines Wirtschaftsinformatikstudiums fehlte einfach der Praxisbezug. Stundenlang Präsentationsfolien auswendig lernen ohne auch nur die geringste Vorstellung zu erhalten, wie der Berufsalltag einmal aussehen würde, das war einfach nichts für mich. Mit dem Drang zu lernen und mich zu weiter zu entwickeln, begab ich mich also auf Ausbildungssuche. Schon nach dem ersten Vorstellungsgespräch mit unserem CEO Konstantin Gergianakis wusste ich: Da will ich hin! MS POS bietet mir die Chance, in einem kleinen familiären Umfeld mit echten Profis im Team zu arbeiten. Zusammen konnten wir in den zurückliegenden 12 Monaten einige Herausforderungen meistern. Besonders gut gefällt mir die Freiheit, die uns gelassen wird, um die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen. Ich durfte mich bisher immer mit einbringen und das Team supporten.

Kaufmann für IT- und Systemmanagement

Kaufmann für IT- und Systemmanagement, klingt ja erstmal imposant, aber was ist das? Was macht der, was kann der? Sicherlich findet man in dem ein oder anderen Betrieb Beschäftigte, die diesen Beruf erlernt haben und mir diese Fragen beantworten können. Oder? Leider nein! IT entwickelt sich rasend schnell weiter und da muss das Bildungssystem natürlich mithalten. Deshalb wurde dieser Ausbildungsberuf erst im August 2020 neu geschaffen, quasi als Bestandteil der „Neuordnung der IT-Berufe“. Na gut. Das Rad wurde nicht neu erfunden, es existieren viele Ähnlichkeiten zum IT-Kaufmann, den es bis zu Beginn meiner Ausbildung noch gab. Offiziell wird das Berufsbild wie folgt beschrieben:

„Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement
Ob Hardware, Software oder Services: Der Kaufmann für IT-Systemmanagement (kurz auch KfIS genannt) ist Experte für den Vertrieb von IT-Dienstleistungen. Durch sein kaufmännisches Fachwissen und sein Branchen-Know-how weiß er genau, wie er die Dienstleistungen am besten vermarktet und an den Kunden bringt. Außerdem kümmert er sich um die Administration und das Management von IT-Systemen. Er ist der klassische Branchenkaufmann bzw. die -kauffrau für den IT-Bereich.“
(Quelle: https://www.ausbildung.de/berufe/kaufmann-fuer-it-systemmanagement/ )

In meinem ersten Jahr Berufsschule habe ich davon schon vieles vermittelt bekommen. Von klassischer Volkswirtschaftslehre, Arbeitnehmergesetzen, Angebotskalkulation bis hin zu Programmierung, Netzwerktechnik und Datenbankmanagementsystemen – alles dabei.

Was konnte ich in schon der Praxis lernen?

Die von MS POS angebotenen Kassenlösungen sind umfangreich und erstklassig. Also war es zunächst meine Aufgabe, mich mit diesen vertraut zu machen. Schließlich hatte ich, außer als Konsument und bei einem Nebenjob als Student an der Tankstelle, keine Erfahrung mit Kassensystemen. So bekam ich bereits im ersten Ausbildungsjahr die Möglichkeit, die unterschiedlichen Kassenlösungen kennenzulernen und das Team bei der Vorbereitung, Installation und im Support zu unterstützen.

Zu meinen Aufgaben im ersten Lehrjahr zählten zum Beispiel:

  • Hard- und Softwarevorbereitung
  • Durchführung von Installationen beim Kunden
  • Kundenberatung und Unterstützung
  • Projektplanung
  • Marketing-Basics (unter anderem auch durch meine Blogbeiträge 😊)
Wie sieht mein Arbeitsalltag aus?

Eigentlich ist es gar nicht so einfach, meinen Tagesablauf genau zu beschreiben, denn die täglichen Aufgaben können sich immer wieder ändern. Deshalb habe ich auch gelernt, flexibel zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren. In der Regel ist es aber so, dass ich kurz vor 9.00 Uhr ins Büro komme, den Laptop aufklappe und die ersten Mails checke. Nach und nach „torkeln“ auch die Kollegen mit Koffeindefizit an meinem Schreibtisch vorbei. Aufgrund der Pandemie gibt es leider keinen morgendlichen Informationsaustausch an der Kaffeemaschine – schade.

Wenn keine dringenden Anliegen anstehen und auch keine Meetings eingeplant sind, mache ich mir zunächst ein paar Notizen zu den Tätigkeiten vom Vortag. Schließlich muss ich am Ende des Monats einen Ausbildungsbericht verfassen. Mittlerweile ist das glücklicherweise alles digital möglich! In die Kassenlösungen RMH und unTill konnte ich mich mittlerweile besonders gründlich einarbeiten, so dass ich bereits in der Lage bin, viele Kundenanfragen allein zu supporten. Ich bin also den ganzen Tag auf Abruf, sollte jemand Unterstützung benötigen. Mein derzeitiger Teamleiter Karsten Perlin sitzt mit mir im selben Büro. Gemeinsam besprechen wir anstehende Projekte, planen den Ablauf und überlegen, welche Anforderung auf der Agenda stehen. Wenn wir damit fertig sind, mache ich mich an die Arbeit, um das gerade besprochene direkt umzusetzen. Es vergeht kein Tag ohne Kundenkontakt. Was ich in jedem Fall schon gelernt habe: gute und freundliche Kommunikation gegenüber unseren Kunden ist das A und O. Es kann nicht immer alles rund laufen, wichtig ist aber, die Kunden zu informieren und ihnen das Gefühl zu geben, dass man sich um ihr Anliegen kümmert. Ab ca. 17.00 Uhr geben alle meine Kollegen den aktuellen Status ihrer Aufgaben durch, damit wir uns auf den nächsten Tag vorbereiten können. Und um 17.30 heißt es dann: Feierabend!

Wer bin ich?
  • immer schon technikaffin, Informatik als 4. Hauptfach in der Realschule belegt
  • 10. Klasse Realschule mit FOR-Qualifikation abgeschlossen
  • 3-jährige schulische Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten mit Abschluss Fachabitur
  • während des Fachabiturs gemerkt, dass ich Wirtschaft sehr interessant finde und gerne mit IT verknüpfen möchte
  • Studium Wirtschaftsinformatik begonnen
  • Mit dem Wunsch nach mehr Praxisbezug vom Studium zur Ausbildung zum „Kaufmann für IT- und Systemmanagement“ zu MS POS GmbH gewechselt
  • nach dem ersten Ausbildungsjahr von drei auf zwei Jahre Ausbildungszeit verkürzt
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(„unser“ Martin – immer für ein Späßchen zu haben … hier während eines Fotoshootings für die Blogbeiträge)

Schule zu Corona Zeiten

Im Büroalltag ist die Coronapandemie deutlich zu spüren. Es wird stets darauf geachtet, dass sich nicht zu viele Mitarbeiter im Büro bzw. in einem Raum aufhalten. Bestimmte Bereiche wie die Pausenecke sind auf eine Person begrenzt. Viele Kollegen arbeiten im Homeoffice und im Büro werden regelmäßig Schnelltests durchgeführt. Für mich ist das „normal“, ich habe bisher nichts anderes kennengelernt. In der Berufsschule ist Corona mit all seinen Begleitumständen allerdings deutlich spürbarer. Zu Beginn des Schuljahres hatten wir, zwar mit vielen Schutzmaßnahmen, immerhin noch Präsenzunterricht. Der Corona-Schulbetrieb zwar gut durchgeplant, dennoch fühlte es sich so an, als ob alle anderen organisatorischen Themen dafür in den Hintergrund gerückt seien.

Anfangs waren wir 30 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse, wurden dann aber in zwei Gruppen aufgeteilt. Dadurch wurde der Stundenplan erstmal ziemlich durcheinandergewirbelt und meine Schultage wechselten in einen 14 Tage-Rhythmus. Mal hatte ich montags und donnerstags Unterricht, in der anderen Woche dafür donnerstags und freitags. Man selbst hat den Dreh zwar irgendwann raus, für die Kollegen im Betrieb und für die Projektplanung ist so eine Aufteilung aber anstrengend.

Ab Mitte Dezember 2020 wurde der Präsenzunterricht eingestellt und es gab erstmal nur Distanzunterricht. Mich persönlich hat das nicht gestört – zwei Autofahrten weniger in der Woche. Hilft der Umwelt und der Azubibrieftasche. Mein Unterricht war jedoch auf zwei Partnerschulen verteilt, somit auch auf zwei unterschiedliche technische Ausstattungen. Während wir an der einen Schule glücklicherweise Microsoft Teams zu Verfügung hatten, musste die andere Schule auf „Big Blue Button“ zurückgreifen. Wir Schüler hatten mittlerweile Zugriff auf Teams, nur die Lehrkräfte der Schule nicht... Hin und wieder gab es daher technische Probleme, aber grundsätzlich fand Unterricht statt.

Leistungstechnisch konnte ich aufgrund des Distanzunterrichts keine Änderung feststellen. Da ich allerdings bereits eine abgeschlossene ITA Ausbildung vorzuweisen habe, fallen mir technische Fächer ziemlich leicht. Einige Klassenkameraden ohne Vorwissen haben es deutlich schwerer. Viele wünschen sich, Themen in der Klasse in Präsenz zu besprechen, was ja leider nicht möglich ist. Diese Mitschüler hängen im technischen Teil daher ziemlich hinterher und müssen auf eigene Faust oder mit Unterstützung des Ausbildungsbetriebs intensiv nacharbeiten. Hilfsmaterial wie z.B. Lehrbücher hätten vielleicht geholfen, doch seit Beginn des Schuljahres hören wir immer wieder dasselbe: „Die Bücher sind noch nicht erschienen“ oder „Die Bücher müssen noch geprüft werden“ oder einfach „Ich weiß es nicht.“ „Ich weiß es nicht“ – sagen unsere Lehrer ziemlich oft. Aufgrund der „Neuordnung der IT-Berufe“ scheint keiner mehr den Durchblick zu haben. Niemand kann uns sagen, wie unsere Prüfungen aussehen werden. Manchmal fühlt man sich wie ein Versuchskaninchen für die kommenden Jahrgänge…

Mitte Mai waren die Inzidenzen inzwischen so weit unten, dass Präsenzunterricht wieder möglich war. Es war auch noch genug Zeit, die ein oder andere Klausur zu schreiben. Durch die konstanten Tests in der Schule fühlte man sich eindeutig sicherer. Es wäre nur super, wenn es endlich möglich wäre, die Maske im Unterricht abzunehmen. Im Winter beschlägt einem andauernd die Brille – im Sommer bei über 30° wird es unerträglich. Ich hoffe auf ein besseres zweites Jahr!

Kleiner Betrieb vs. Großer Konzern

Die MS POS GmbH ist kein kleines Unternehmen, aber natürlich auch kein Großkonzern wie SAP oder Microsoft. Die Entscheidung, meine Ausbildung in einem kleineren Betrieb zu absolvieren, habe ich bewusst getroffen. Verschiedene Umfelder benötigen bzw. fördern verschiedene Skillsets. In einem kleineren Betrieb ist das z.B. Flexibilität, Einfallsreichtum und gegenseitiges Vertrauen. In einem großen Unternehmen sind einige Abläufe sicherlich strukturierter, alles läuft nach einem genauen Plan und Qualität wird durch Controlling sichergestellt.

Beides ich wichtig und ich möchte beides kennenlernen. In einem großen Unternehmen mit vielen Auszubildenden gäbe es sicherlich den Vorteil, dass einige Bereiche geregelter ablaufen. In einem kleinen Unternehmen habe ich dafür die Möglichkeit „über den Tellerrand hinauszuschauen“, da alle eng miteinander zusammenarbeiten und alles irgendwie verknüpft ist. Ich erhalte viele hilfreiche Tipps von Kollegen aus anderen Abteilungen, die ich in einem großen Unternehmen niemals durchlaufen oder gar nicht zu Gesicht bekommen würde.

Alles in allem bin ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden, ich lerne täglich neue Dinge und bekomme die Praxiserfahrung, die mir während meines Studiums fehlte. Meine Kollegen sind super hilfsbereit und geben mir nie das Gefühl, „nur“ der Azubi zu sein.

Digitale Aufgabenverwaltung

TakeTask - die digitale Lösung für Ihr Aufgaben- und Zeitmanagement

Viele unterschiedliche Medien überfluten uns täglich, unsere Aufnahmefähigkeit wird mehr und mehr ausgereizt – wir alle kennen inzwischen diese Situation. Nicht nur im privaten Umfeld, sondern gerade auch im beruflichen Alltag. Ständig ploppen Nachrichten auf - Termine via E-Mail, Aufgaben per Teams oder Anfragen über Whats App. Welche Aufgabe erscheint in diesem Moment am wichtigsten? Wann ist Feedback erforderlich und welche Anweisung oder Richtlinie ist im Moment gerade verbindlich?

Hier den Überblick zu behalten und die Kommunikation so zu verbessern, dass ein effizientes, optimales Arbeiten möglich wird, erscheint regelrecht als große Herausforderung.

Für die Lösung dieses Problems entwickelten die beiden Start-Up Manager Sebastian Starzynski und Marek Mroz die Smartphone-App „TakeTask“. Mit Hilfe dieses Tools können Manager einfach und schnell Aufgaben erstellen und an Mitarbeiter kommunizieren. Die Mitarbeiter führen diese aus und dokumentieren sowohl den Prozess als auch die Fertigstellung der Aufgabe.

Mit anderen Worten: Die Aufgabenverteilung wird erleichtert, um eine konsequente und effiziente Ausführung in großem Maßstab und über viele Branchen hinweg zu ermöglichen.

Möglichkeiten der Effizienzsteigerung

Was bedeutet das konkret für Manager?

  • Einfache und sehr flexibel gestaltbare Einrichtung von Tasks – komplett ohne IT-Support
  • Effiziente Aufgabenverteilung
  • Unmittelbares Feedback, weil Mitarbeiter die ausgeführten Tätigkeiten bestätigen müssen
  • Transparente Übersicht der zu erledigenden Aufgaben
  • Echtzeitzugang zu kritischen Daten

Was bedeutet das konkret für Mitarbeiter?

  • Die Kommunikation findet über eine einheitliche Plattform statt
  • Die Aufgabenliste wird priorisiert angezeigt
  • Die Anweisungen zur Ausführung oder den Richtlinien sind mit den Aufgaben verlinkt
  • Nach Erledigung der Aufgabe gibt man direkt Feedback

Beispiel Ablauf einer Arbeitsanweisung

Der große Vorteil von TakeTask

Um das Set-up einzurichten, braucht man keinerlei IT-Kenntnisse. Dank eines intuitiven Drag & Drop Systems lassen sich Prozesse schnell und einfach erstellen und Aufgaben zuweisen. Auch Mitarbeiter, die nicht technikaffin sind, kommen mit der App ausgezeichnet zurecht. Take Task ist einfach, intuitiv und komfortabel in der Handhabung.

Das Frontend für Mitarbeiter ist übersichtlich und führt den User Step-by-Step durch die einzelnen Aufgaben. Kleine grafische Spielereien und Einstellungen geben unmittelbar Feedback. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte „Tinder-Screen“: Der Mitarbeiter arbeitet seine Tasks ab und fotografiert anschließend z.B. das aufgefüllte Warenregal. Dieses Foto wird vom Manager kontrolliert. Ein Wisch nach rechts bedeutet „alles super“, ein Wisch nach links bedeutet, dass etwas vergessen wurde. Der Manager verfügt über die Option, das Bild zu bearbeiten und kann z.B. ein noch ungefülltes Fach im Regal umkreisen und mit einem kurzen Kommentar „Bitte auffüllen!“ zurücksenden.

Besonders im Backend spürt der Benutzer die großen Vorteile der No-Code-Plattform. No-Code-Plattform bedeutet, dass die Entwicklung neuer Anwendungen mit Hilfe einer grafischen Oberfläche auch anderen Berufsgruppen ermöglicht wird, die keine Kenntnisse in der Anwendungsentwicklung haben. So ist es möglich, die eigenen Arbeitsprozesse abzubilden und entsprechend Optionen, Erklärungen oder Feedback anzubieten. Ganz ohne Hilfe einer IT-Abteilung.

Die App basiert auf Microsoft Azure und wurde mit Microsoft.net programmiert, das Erscheinungsbild anhand Xamarin entwickelt. Die Microsoft Technologien bieten einfache Integration sowie hohe Sicherheit. Dennoch hat man die Möglichkeit, zwischen der Azure-Cloud-Instanz oder einer eigenen On-Premises-Umgebung zu wählen. Die App ist sowohl für Android als auch iOS erhältlich.

TakeTask kann noch mehr
  • Prozesse digitalisieren wie z.B. Projekt-Koordination, Fragebögen, Präsentationen, Personaleinstellung, Integrationen uvm.
  • Dokumente einscannen
  • Gamification
  • Verteilung von Informations- und Schulungsmaterial
  • Automatische Push Benachrichtigungen auslösen
  • Aufgabenverlauf in Echtzeit anzeigen z.B. durch Feedback mittels Fotos
  • Mittels GPS-Tracking die Aufgabe nur für einen bestimmten Standort auslösen
  • Mit List and Map View die Aufgabenliste personalisieren und an den Standort anpassen
Sichtbare Erfolge kennzeichnen TakeTask
  • Verkaufszahlen erhöhen sich, weil es weniger Regallücken gibt. Planprogramme sind deutlich einfacher einzuhalten, da Mitarbeiter immer Zugriff auf die entsprechenden Informationen haben. Auch Angebote und Promotionen können schneller und einfacher implementiert werden.
  • Eigene Verluste werden reduziert. Durch das digitalisierte Aufgabenmanagement werden wichtige Tasks wie z.B. das Säubern oder der Temperaturcheck öfter und regelmäßiger ausgeführt.
  • Die Kundenzufriedenheit geht nach oben. Das komplette Potenzial der Verkaufsware wird ausgenutzt, da diese immer verfügbar und im besten Zustand ist.
  • Die Arbeitseffizienz steigert sich. Kommunikationswege werden erleichtert und durch entsprechende Vorgaben schneller. Mitarbeiter wissen, welche Aufgaben priorisiert erledigt werden müssen.
  • Durch die Aufgabenverteilung reduziert sich der Zeitaufwand. Anleitungen und Videos stehen unterstützend zur Verfügung. Mitarbeiter erhalten automatisch Benachrichtigungen, wenn eine neue Aufgabe ausgeführt werden muss. Das Reporting über die Erledigung der Aufgabe funktioniert effektiv und schnell.
  • Mithilfe des Reportings werden Entscheidungen erleichtert. Die in Echtzeit übermittelten Daten sind qualitativ hochwertig und erlauben immer, die günstigsten Entscheidungen zu treffen.
Fazit

TakeTask ist eine exzellente Lösung, um Aufgaben und Zeit optimal zu managen. Durch das digitale Vereinheitlichen von Prozessen werden anfallende Aufgaben effizient verteilt und ausgeführt.
Auf der Webseite der Firma TakeTask finden Sie weitere, ausführliche Informationen oder können eine Demoversion anfragen.
Als TakeTask Partner beraten wie Sie selbstverständlich gerne individuell. Sprechen Sie uns an!

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